FRESAND






Neue Studie vorgestellt
75 Prozent aller Gebäude in Deutschland
sind vor 1978 gebaut worden und in
weiten Teilen noch mit veralteten Fens-
tern ausgestattet.
(Bild: VFF)
Am dritten Parlamentarischen Abend des Verbandes Fenster und Fassade (VFF) führte der Geschäftsführer Ulrich Tschorn noch einmal vor Augen, welche Energiepotenziale im Fensterbestand verloren gehen. In diesem Zuge stellte er die überarbeitete Studie "Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern" vor.

Im Gebäudebestand seien schätzungsweise noch 25 Mio. einfach verglaste Fenster sowie 235 Mio. Fenster mit unbeschichteten Isoliergläsern verbaut. Mit dem Austausch der einfachverglasten Fenstereinheiten, die gerade einmal einen Anteil von vier Prozent ausmachen, könnte eine Energieeinsparung von 17 Prozent der insgesamt möglichen Einsparung durch Fenster- und Fassadenerneuerung erzielt werden.

Ganz generell müsse beim Austausch von Fenstern das Prinzip "Das Beste ist gerade gut genug" gelten. Wer Zugeständnisse mache, beziehungsweise Elemente mit weniger Leistung einbaue, habe auf Grund des technischen Fortschritts relativ schnell eine veraltete Lösung.

Tschorn fasste einige sehr anschauliche Zahlen zusammen: 75 Prozent aller Gebäude in Deutschland seien vor 1978 gebaut worden und in weiten Teilen noch mit veralteten Fenstern ausgestattet. Mit deren Austausch ließen sich pro Jahr gut 72 Milliarden Kilowattstunden Energie einsparen. Dies entspricht gut 7,9 Milliarden Liter Rohöl oder auch 7,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Dieser Verbrauch entspreche der Leistung von acht Atomkraftwerken. Um diese Ziele aber zu erreichen, sei eine Verstetigung der Förderungen für Modernisierer unabdingbar. Einmalige Aktionen wie das Konjunkturpaket II hätten kurzfristige Wirkung, belebten aber den Modernisierungsmarkt nicht nachhaltig. Was wichtig ist- so ein Appell an die Politik- seien langfristige Perspektiven und Kontinuität für Haus- und Wohnungsmodernisierer.